02.04.2014

Bienen heizen ihren Stock - Hummeln sich selbst!

Eine  Erdhummel futtert an einer Blutjohannisbeere

"Es sind im Frühjahr stets die Hummeln,
die als Erste rundum summen."

Hummeln sind im Frühling meist als Erste der schwarz-gelben Brummer unterwegs. Die Hummeln können durch Flügelsummen, also Muskelbewegungen, Wärme erzeugen und sich so selbst aufheizen, bis sie "Flugtemperatur" erreicht haben. Deshalb sind sie so zeitig im Frühjahr auf Futtersuche. Bienen lösen beispielsweise das Kälteproblem im Winter dadurch, dass sie Honig, also Zucker aus ihren Vorräten buchstäblich verheizen: Sie fressen ihn, lassen dann die Flügel schlagen und erzeugen so Körperwärme, bis ihr Bienenstock eine für sie angenehme Temperatur annimmt.Aber bei Bienen funktioniert diese Heizung nur in der Geborgenheit des Stocks (also mit Wänden drumherum) und in der Gemeinschaft des Volks - deswegen starten sie später als die Hummeln zu ihren ersten Futter- und Erkundungsflügen.

Mach mal einen wissenschaftlichen Versuch!

Probier einmal aus, ob Bewegung der Muskeln Wärme erzeugt: Schau auf eine Stoppuhr und steige etwa 2 Minuten lang auf die untersten Stufe einer Treppe und wieder herunter - aber flott bitte. Wird dir dabei warm? Werden deine Muskeln in den Beinen dabei müde?

 

Ganz ehrlich: Gehörst du auch zu den Menschen, die ein bisschen Angst haben, wenn eine Wespe, eine Biene, eine Hummel oder eine Hornisse angebrummt kommen?
Das ist ganz normal! Schwarz-gelb ist eine Warnfarbe, die bedeutet: "Lass uns in Ruhe! Wir können stechen!" Der Urmensch in uns weiß das und reagiert eben ängstlich.

Keine Panik, wenn es gelb-schwarz summt! Ruhig bleiben ist immer gut - und wenn du doch einmal von Wespe, Biene, Hummel oder Hornisse gestochen werden solltest, musst du die Einstichstelle kühlen und Teebaumöl (bekommst du in Apotheke oder Drogeriemarkt) drauftun. Dann wird der Stich nicht schmerzhafter oder unangenehmer als ein Mückenstich.

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